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DDR-Grenzbahnhof
Museum Probstzella

Das DDR-Grenzbahnhof-Museum Probstzella befindet sich auf halber Strecke zwischen Berlin und München im alten Bahnhofsgebäude (Baujahr 1885). Der Bahnhof Probstzella war zwischen 1949 und 1990 eine DDR-Grenzstation. Annähernd zwanzig Millionen Reisende wurden hier von Paßkontrolleuren und Zöllnern kontrolliert, gedemütigt, schikaniert.

Die Ausstellung ist in fünf Themenräume aufgeteilt: Kontrollgänge - Machtbereiche - Grenzpassagen - Wartesaal DDR - Gehendürfen / Bleibenmüssen
Die Ausstellung klärt auf über die in der DDR verweigerte Ausreisefreiheit. Über das schikanöse Kontrollregime an der Grenze. Über das Wesen der DDR-Westgrenze als Mauer eines Gefängnisstaates. Sie zeigt Innenansichten der Macht und die Ohnmacht der Beherrschten. Sie erzählt von gescheiterten und geglückten Fluchtversuchen über den Grenzbahnhof Probstzella. Sie veranschaulicht die Bahnhofsgeschichte von 1945 bis 1990. Zu sehen sind Original-Exponate, Dokumente und Fotos sowie Film- und Tonausschnitte aus den Archiven der Täter.
"Aktion Ungeziefer - Zwangsaussiedlungen an der DDR-Grenze im Raum Probstzella 1952 und 1961", heißt die Ausstellung im Obergeschoß des Museums (gestaltet von Roman Grafe).

In unmittelbarer Nähe des Museums befinden sich weitere Ausstellungen zur DDR-Westgrenze: Im Grenzturm Hopfsberg die Ausstellung ”Täter, Opfer, Mitläufer“. Im Heimatmuseum Gräfenthal die Ausstellung ”Eingeschlossen, abgeriegelt. Die Grenze durch Deutschland – 1945 bis 1990“. Schließlich die Ausstellung ”Vom Todesstreifen zum Grünen Band“ im Bauhaus-Hotel ”Haus des Volkes“ Probstzella (schräg gegenüber dem Bahnhof). Dort befindet sich auch das Franz-Itting-Museum.

Entstanden ist das DDR-Grenzbahnhof-Museum Probstzella im Herbst 2010. Die Ausstellung gestaltete im Auftrag der Geschichtswerkstatt Jena der Buchautor und Filmemacher Roman Grafe (u. a. "Die Grenze durch Deutschland", Siedler 2002). Es halfen Schüler und Lehrer des Heinrich-Böll-Gymnasiums Saalfeld sowie Bürger aus Probstzella und Ludwigsstadt und viele andere. Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen unterstützten das Entstehen der Ausstellung finanziell. Getragen wird das Museum von ehrenamtlicher Arbeit und der Gemeinde Probstzella, von Eintrittsgeldern und Spenden.

Presse-Stimmen/Fernseh-Beitrag:

"Frankfurter Allgemeine Zeitung", 8. November 2010, Seite 2

"Ostthüringer Zeitung"/TLZ/TA, 5. November 2010

"Südthüringer Regionalfernsehen", 17. November 2010

"Lexi-TV" (MDR), 16. Dezember 2011

"Ostthüringer Zeitung"/TLZ/TA, 16. Juni 2012
(Besuch Roland Jahn)

Eintritt: 4 Euro (ermäßigt: 2 Euro; Gruppenpreis: 3 Euro/Person)

Spenden: Gemeindekasse Probstzella, IBAN: DE 06 8305 0303 0000 0001 67 bei der Kreissparkasse Saalfeld, BIC: HE LA DE F 1 SAR, Kennwort: Grenzbahnhof-Museum

Öffnungszeiten: Mittwoch, Sonnabend und Sonntag von 13.00 bis 16.00 Uhr. Zusätzlich nach Vereinbarung. (Tel.: 03 67 35 - 46 10 oder 7 38 50)

Sonder-Öffnungstermine 2017:
25. Mai, Christi Himmelfahrt
17. Juni, Tag des Volksaufstandes
13. August, Mauerbau-Jahrestag
3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit
9. November, Mauerfall-Jahrestag
jeweils 12 bis 16 Uhr

Am 26. und 27. November 2016 ist das Museum geschlossen.

Anfahrt: über die Bundesstraße 85 oder mit der Bahn über Saalfeld (Thüringen) bzw. Kronach (Bayern)

Kontakt: E-Mail grenzbahnhof@web.de

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